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Betten frei?

Urlaub in Schleswig-Holstein zwischen Nordsee und Ostsee im Städtedreick Kiel - Neumünster - Rendsburg

Auf eine lange Geschichte kann die Umgebung des Naturparks Westensee zurück blicken. Eine Vielzahl von vorzeitlichen Funden im Bereich der Gemeinde deuten darauf hin, dass dieses Gebiet bereits um 4.000 bis 1.700 v. Chr. besiedelt gewesen ist. Weiterer Anhaltspunkt sind die vielfach noch sichtbaren Hügelgräber wie bei Nortorf. Bereits 1190 wurde die Gemeinde Emkendorf erstmals urkundlich erwähnt. Bekannt ist die Gemeinde nicht nur als das „Weimar des Nordens“, sondern vor allem durch das Gut Emkendorf. Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut, beherbergte es bekannte Dichter und Denker wie Klopstock, Matthias Claudius oder Lafayette. Heute kann das Herrenhaus, das weitgehend wieder in den Ursprungszustand versetzt wurde, nach Voranmeldung besichtigt werden. Neben Trauungen stehen auch Konzerte im Rahmen des „Schleswig-Holstein Musik Festival“ an.

Verantwortlich für die vielen kleinen und großen Kirchen ist Vizelin, der erste Bischof von Oldenburg, der 1332, rund 200 Jahre nach seinem Tod, nach Bordesholm gebracht wurde. Auf einem Hügel neben einer gewaltigen, zum Naturdenkmal erklärten alten Linde, erhebt sich jetzt eine viel zu groß wirkende Hallenkirche im Stil der Backsteingotik, die nach den Reformationswirren vom damaligen Kloster übrig geblieben ist. Innen erinnert nur noch ein kostbares Chorgestühl von 1509 an seine Blütezeit, denn der einst weithin berühmte Schnitzalter des Hans Brüggemann steht schon seit 1666 im Schleswiger Dom, und statt Vizelins Sarkophag gibt es lediglich eine Gedenktafel.

Ebenfalls sehenswert ist die mittelalterliche Feldsteinkirche St. Catharinen in Westensee. Vom ursprünglichen Bau der Kirche steht heute noch das Mittelschiff. Im Inneren der Kirche zeugen heute noch alte Grabplatten und Kirchenstühle vom Einfluss der damaligen Gutsbesitzer. Einmal in Westensee, lohnt ein Blick in das alte Kirchdorf mit dem alten Feldsteinpflaster und vielen liebevoll restaurierten Häusern.

Berühmtester Besitzer und Erbauer des Herrenhauses Schierensee Ende des 18. Jahrhunderts war Caspar von Saldern, Berater und engster Vertrauter des Zaren Peter III. Sehenswert ist auch das Herrenhaus Deutsch-Nienhof. Der zweigeschossige Dreiflügelbau stammt aus dem 17. Jahrhundert. Sein bedeutendster Besitzer war Paul von Heedemann- Heespen, ein weithin bekannter Historiker und Vorkämpfer für Heimat und Volkstum. Noch heute ist das Gut im Familienbesitz. Berühmt ist das Schloss wegen seiner über 10.000 Bände zählenden Bibliothek wertvoller alter Werke zur Landesgeschichte – allerdings kann es nicht besichtigt werden.

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